Die Geschichte hinter Chapters & Champagne 🥂📚

Manchmal entstehen die schönsten Dinge aus einem ganz kleinen Wunsch.

Nicht aus einem Businessplan.
Nicht aus einer grossen Vision.
Sondern aus dem Gefühl, dass einem etwas fehlt.

Bei mir war es der Wunsch, jemanden zu haben, mit dem ich über Bücher sprechen konnte.

Wie alles mit meiner Liebe zu Büchern begann

Ich habe eigentlich schon immer gelesen. Bereits während meiner Schulzeit waren Bücher ein wichtiger Teil meines Lebens. Irgendwann habe ich das Lesen allerdings für längere Zeit aus den Augen verloren.

Bis 2024.

In diesem Jahr bekam ich Fourth Wing geschenkt – und plötzlich war dieses Gefühl wieder da.

Ich war völlig in die Geschichte eingetaucht und merkte, wie sehr mir das Lesen gefehlt hatte. Diese Welten, in denen man sich verlieren kann. Diese Charaktere, die einem irgendwann fast vertraut vorkommen. Dieses besondere Gefühl, wenn man ein Buch zuklappt und eigentlich noch gar nicht bereit ist, die Geschichte zu verlassen.

Doch mit dieser Begeisterung kam irgendwann auch ein kleines Problem:

Ich hatte niemanden, mit dem ich darüber sprechen konnte.

Ich wollte Theorien teilen, über Charaktere diskutieren, mich über Plot-Twists aufregen und einfach jemandem erzählen, wie sehr mich ein Buch begeistert hatte.

Aber da war niemand.

Und zu dieser Zeit war ich auch noch nicht wirklich auf Social Media aktiv.

Mir fehlte etwas.

Nicht das Lesen.

Sondern der Austausch darüber.

Die erste Idee für einen Buchclub

Im April 2025 kam mir deshalb zum ersten Mal der Gedanke:

Warum gibt es eigentlich keinen Buchclub in meiner Nähe?

Also begann ich, mich auf dem Orell Füssli Book Circle zu vernetzen und nach Menschen zu suchen, die vielleicht genauso gerne lesen wie ich.

Ich versuchte, Menschen zu finden, die Lust auf einen gemeinsamen Buchclub hatten. Doch zunächst wollte es einfach nicht funktionieren.

Im September und Oktober 2025 fragte ich immer wieder, ob jemand Lust auf einen Book Club hätte.

Und meistens kam – nichts. 🥲

Ich hatte diese Idee so klar vor Augen und konnte mir vorstellen, wie schön es wäre, gemeinsam über Bücher zu sprechen. Aber es fühlte sich an, als würde niemand darauf warten.

Der Moment, in dem aus einer Idee ein Wunsch wurde

Im August 2025 befand ich mich während meines Burnouts in einer sehr schwierigen Phase. Ich fühlte mich verloren und sehnte mich gleichzeitig immer stärker nach Menschen, mit denen ich mich austauschen konnte.

Und irgendwann dachte ich:

Dann mache ich es eben selbst.

Ich begann, das Grundgerüst für meinen eigenen Buchclub aufzubauen.

Und damit stellte sich natürlich die Frage:

Wie soll er heissen?

Warum „Chapters & Champagne“?

Der ursprüngliche Gedanke war tatsächlich „Champagne Problems“.

Ich bin ein absoluter Swiftie. Während Taylor Swifts Eras Tour habe ich den Song „Champagne Problems“ natürlich immer wieder gehört – und ich mochte ihn schon vorher sehr.

Der Ausdruck „Champagne Problems“ beschreibt im Englischen ein sogenanntes Luxusproblem.

Und irgendwann musste ich darüber nachdenken:

War mein Wunsch, jemanden zum Austauschen über Bücher zu haben, nicht irgendwie auch ein Champagne Problem?

Ich hatte Bücher.

Ich hatte Geschichten.

Ich hatte all diese wunderbaren Welten, in die ich eintauchen konnte.

Aber ich hatte niemanden, mit dem ich sie teilen konnte.

Ich konnte keine Theorien diskutieren, niemandem meine Begeisterung erzählen und niemanden mit meinem neuesten Lieblingsbuch begeistern.

Natürlich ist das im Vergleich zu vielen anderen Dingen im Leben ein Luxusproblem.

Aber trotzdem hat mir etwas gefehlt.

Und genau daraus entstand der Gedanke an Chapters & Champagne.

„Chapters“ für die Kapitel in unseren Büchern – und gleichzeitig für die Kapitel, die wir selbst im Leben schreiben.

„Champagne“ als kleine Anspielung auf „Champagne Problems“, auf meine Liebe zu Taylor Swift und auf die Idee, auch die kleinen und besonderen Momente im Leben zu feiern.

Und nein: Bei Chapters & Champagne geht es nicht darum, Alkohol zu trinken oder Champagner anzubieten.

Der Name ist vielmehr eine Geschichte.

Eine kleine Erinnerung daran, dass aus einem scheinbaren „Luxusproblem“ etwas unglaublich Schönes entstehen kann.

Vier Menschen in meinem Wohnzimmer

Im November 2025 hatte ich dann endlich eine Freundin, die Lust hatte.

Mit ihr und ein paar weiteren Menschen entstand unser kleiner Buchclub.

Im Dezember 2025 fand unser allererstes Treffen statt.

Wir waren zu viert.

Bei mir im Wohnzimmer.

Vier Menschen, die gemeinsam über Bücher sprechen wollten.

Das war der Anfang.

Im Februar 2026 trafen wir uns wieder. Dieses Mal waren wir bereits zu sechst – noch immer in meinem Wohnzimmer.

Und dann begann sich plötzlich etwas zu verändern.

Plötzlich kamen immer mehr Menschen

Im März 2026 begann ich, auf Instagram und TikTok über Bücher und unseren Buchclub zu posten.

Und plötzlich passierte etwas, womit ich wirklich nicht gerechnet hatte:

Menschen wollten dabei sein.

Bei unserem Treffen im März waren wir bereits 11 Personen.

Elf Menschen in meinem Wohnzimmer.

Und ich dachte mir:

Okay. Wenn das so weitergeht, brauche ich bis zum nächsten Treffen definitiv einen anderen Ort.

Denn ich hatte nie erwartet, dass aus dieser kleinen Idee so schnell etwas werden würde.

Unser erstes Treffen ausserhalb meines Wohnzimmers

Ich wandte mich an Regula vom Leseglück in Steffisburg.

Sie war sofort begeistert von der Idee und ermöglichte uns, unser nächstes Treffen bei ihr zu veranstalten.

Und es war wunderschön.

Unser erstes Treffen dort fand mit 16 Personen statt.

Für mich war das ein besonderer Moment.

Denn ich merkte:

Das hier ist nicht mehr nur meine kleine Idee.

Es war eine Community geworden.

Im Mai begann ich immer mehr auf TikTok zu posten und hatte schon bald über 2'000 Follower.

Und dann kam wieder eine Veränderung.

Regula zog mit ihrem Geschäft um und musste deshalb vorübergehend schliessen.

Also standen wir wieder vor der Frage:

Wo treffen wir uns jetzt?

Und dann kam Orell Füssli

Durch Zufall kam ich mit Albrecht, dem Filialleiter von Orell Füssli in Thun Bälliz, ins Gespräch.

Ich erzählte ihm von unserem Buchclub und davon, wie sehr er inzwischen gewachsen war.

Und dann machte er mir ein Angebot, mit dem ich nicht gerechnet hatte:

Wir durften unsere Events bei Orell Füssli veranstalten.

Ein Buchclub in einer Buchhandlung.

Eigentlich hätte es keinen passenderen Ort geben können.

Unser 5. Treffen fand bei Orell Füssli mit 18 Personen statt.

Beim 6. Treffen waren wir bereits 26 Personen.

Und dann kam unser 7. Treffen.

Es war komplett ausgebucht.

Bei unserem letzten Event Ende August 2026 waren wir schliesslich 38 Menschen.

38 Menschen, die zusammenkommen, weil sie Bücher lieben.

Von vier auf 140

Mittlerweile sind wir rund 140 Mitglieder.

Wenn ich diese Zahl sehe, muss ich manchmal noch immer an den Anfang zurückdenken.

An die Zeit, in der ich einfach nur jemanden gesucht habe, mit dem ich über Bücher sprechen konnte.

Vier Menschen.

Mein Wohnzimmer.

Und eine Idee, von der ich nicht wusste, ob überhaupt jemand darauf gewartet hatte.

Und jetzt?

Eine Community mit rund 140 Menschen.

Wenn mir das damals jemand erzählt hätte, hätte ich es wahrscheinlich selbst nicht geglaubt.

Der Ort, den ich mir selbst gewünscht hätte

Und vielleicht ist genau das das Schönste an Chapters & Champagne.

Denn irgendwann habe ich realisiert:

Ich habe genau den Ort geschaffen, den ich mir selbst immer gewünscht hätte.

Einen Ort, an dem man über Bücher sprechen kann.

Einen Ort, an dem man neue Menschen kennenlernen kann.

Einen Ort, an dem man seine Begeisterung teilen darf.

Einen Ort, an dem man sich in Geschichten verlieren kann.

Einen Ort für Menschen, die nach der letzten Seite eines Buches jemanden brauchen, der fragt:

„Und? Wie fandest du es?“

Aber Chapters & Champagne ist mittlerweile noch viel mehr als ein Buchclub.

Es ist eine Community.

Ein Ort für jeden.

Egal, ob du schon seit Jahren liest oder gerade erst wieder mit dem Lesen angefangen hast.

Egal, ob du jeden Monat fünf Bücher liest oder manchmal wochenlang kein Buch aufschlägst.

Du sollst hier einen Platz haben.

Und das ist erst der Anfang

Heute freue ich mich unglaublich auf alles, was noch kommt.

Bald findet unser erstes Lese-Wochenende im Elsass statt.

Und ich kann es kaum erwarten.

Aber Chapters & Champagne soll in Zukunft noch viel mehr sein als unsere monatlichen Buchclub-Treffen.

Immer wieder wird es kleinere Events und besondere Gelegenheiten geben, bei denen wir zusammenkommen, uns austauschen und gemeinsam neue Erinnerungen schaffen können. Und auch die nächsten Lese-Wochenenden und Getaways sind bereits in Planung.

Denn ich möchte, dass Chapters & Champagne ein Ort bleibt, an dem nicht nur über Bücher gesprochen wird, sondern an dem Begegnungen entstehen, Geschichten geteilt und gemeinsame Kapitel geschrieben werden.

Neue Begegnungen.
Neue Geschichten.
Neue Erinnerungen.

Und ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wohin uns dieses nächste Kapitel führt.

Und ich bin unglaublich dankbar, dass ich das inzwischen nicht mehr alleine machen muss.

Melanie und Céline unterstützen mich mittlerweile und helfen dabei, all das mitzutragen, was aus dieser kleinen Idee entstanden ist.

Wenn ich heute zurückblicke, denke ich manchmal an die Zeit zurück, in der ich einfach nur jemanden gesucht habe, mit dem ich über Bücher sprechen konnte.

Damals fühlte es sich vielleicht wie ein kleines Problem an.

Ein Champagne Problem.

Heute sind daraus 140 Menschen geworden.

Ein Buchclub.

Eine Community.

Freundschaften.

Gemeinsame Erinnerungen.

Und ein Ort, an dem Menschen sich in Geschichten verlieren dürfen.

Vielleicht ist genau das die schönste Art, wie ein neues Kapitel beginnen kann:

Mit einer Geschichte, die man eigentlich nur mit jemandem teilen wollte.

Welcome to Chapters & Champagne. 🥂📚

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Chapter 1: Pages & Peace — Unser erstes Read Retreat im Elsass